Woher die Lagge (vielleicht) kommen

- Ulrike Kammerhofer
Karl C. Berger vom Volkskunstmuseum Innsbruck ging vor allem auf Pflug- und Blochziehen sowie Hochzeiten ein. Allgemeines war eingestreut, zB: „Erneuerung und Wandel gehören zu jedem Brauch dazu, bei weitem nicht alles ist traditionell. Neue Fasnachten suchen - meist vergeblich - nach historischer Legitimation!“ - „Ein zentrales Motto für die Fasnacht ist der Wunsch nach Unterhaltung, Ausgelassenheit. Man will eine Gaudi haben.“ - „Vor Beginn der Fastenzeit stand früher verschwenderisches Essen und Trinken auf dem Programm, dem Festmontag folgte der sogenannte Speiberchtig!“
Ulrike Kammerhofer vom Salzburger Institut für Volkskunde brachte einen historischen Rückblick auf Maskenläufe in Salzburg, die immer wieder zwischen Verbot (einst) und Attraktion (für den Tourismus heute) hin und herpendelten. Hellhörig wurden die Imster Zuhörer, als Frau Kammerhofer erzählte, es sei in Venedig üblich gewesen, dass sich die kostbar ausgestatteten MaskenträgerInnen begleiten hätten lassen: von Figuren, die sie und ihre Bewegungen nachäffen und parodieren. Letzteres klingt bekannt, nicht?
