Menschliche Pyramiden und die Fasnacht

Die Imster Handelsakademie ist seit 2022 Botschafterschule des EU-Parlaments mit dem Ziel berufliche und sprachliche Ausbildung kennen zu lernen und Lehrerinnen und Lehrer mit einzubinden. Enge Kontakte bestehen zu Italien, Frankreich und Spanien.

Daher waren dieser Tage zwei Lehrerinnen aus der Nähe von Barcelona zu Gast in Imst. Und es versteht sich von selbst, dass sie dabei auch das Haus der Fasnacht besuchten. Mehrere Interessierte mit Obmann-Stellvertreter Peter Linser an der Spitze empfingen die Spanierinnen und ihre Dolmetscherin Sabine Pöschl von der HAK. Dabei stellte sich heraus, dass im Heimatort der beiden Kataloninnen ebenfalls ein UNESCO-würdiges Brauchtum gepflegt wird. In ihrem Heimatort bilden nämlich Gruppen von Männern in einem fast unglaublichen Kraftakt mit ihren Körpern Pyramiden von bis zu zehn „Stockwerken“. Gleichgewichtssinn, Kraft und Mut gehören dazu, aufeinander zu klettern und dergestalt die Höhe von zirka 15 Metern zu erreichen. Die Spitze bilden (leichtgewichtige!) Knaben. Zu ihrem Schutz tragen alle Beteiligten seit kurzem Helme und Zahnschutz, weil es früher des Öfteren zu Verletzungen gekommen ist, wenn die Pyramide aufgelöst wurde und in sich zusammengebrochen ist.

Der aktuelle Film unserer Fasnacht bildete den Mittelpunkt des Besuchs. Viele Fragen der Lehrerinnen zeugten von ihrem großen Interesse. „Wann ist denn die nächste Fasnacht?“, beschloss den Rundgang.

Lernt man Bräuche anderer Regionen kennen, ist für Gesprächsstoff gesorgt, keine Frage. So wurde der Besuch der beiden sympathischen Kataloninnen für beide Seiten ein Gewinn.

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